Artdiagnostik





 Carl von LINNÉ (1707 – 1778)



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Begründer der Artdiagnostik und der binären Nomenklatur, die bis heute für alle Organismenreiche ihre Gültigkeit bewahrt hat.

In seinem Hauptwerk, dem Systema naturae (1735) stellt Linné die drei Naturreiche Steine, Pflanzen und Tiere vor.

Darin beschrieb er eine neue Bestimmungsmethode für Pflanzen nach der Struktur der Blütenorgane (Blütenblätter, Staubblätter, Stempel) vor.

In diesem Werk ist die Grundlage der modernen biologischen Systematik. Er brachte Ordnung in die bis dahin unĂĽbersehbare Vielfalt der Pflanzen- und Tiere.























Er ermöglichte eine genaue Bestimmung der Pflanzen nach Zahl und Anordnung der Staubgefässe und Stempel. Alle damals bekannten Pflanzen und Tiere wurden in einer künstlichen Ordnung zusammengefasst und mit teilweise noch heute gebräuchlichen wissenschaftlichen Namen versehen.

 LinnĂ© erkannte auch die geschlechtliche Fortpflanzung der Pflanzen und fĂĽhrte die Symbole fĂĽr männlich und weiblich ein.
Linné ist heute vor allem bekannt wegen der Einführung der binären Nomenklatur für Arten (Philosophia botanica 1751).

Dabei wird jede Art mit einem Doppelnamen angesprochen (wie Vornamen und Nachnamen bei uns Menschen). Der erste Name gibt die Gattung an, der zweite die Art.
(z.B. Homo sapiens)

Nach Linnés Überzeugung brachte die weltweite Artbestandesaufnahme die Systematiker dem Ziel näher, den ursprünglichenSchöpfungsplan zu erkennen und so ein natürliches System aufzustellen.

Von sich selbst durchaus überzeugt, charakterisiert er sich in einer Autobiographie: „Keiner hat mit mehr Eifer seinen Beruf ausgeübt und mehr Hörer an unserer Hochschule gehabt. Kein Naturwissenschaftler hat mehr Beobachtungen in der Natur angestellt. Keiner hat einen solideren Einblick in alle drei Reiche der Natur zugleich gehabt.



Keiner war ein grösserer Botaniker oder Zoologe.

Keiner hat mehr Werke geschrieben, besser, ordentlicher,aus eigener Erfahrung.

Keiner so völlig eine ganze Wissenschaft reformiert und eine neue Epoche eingeleitet.

Keiner hat eine so ĂĽber alle Welt ausgedehnte Korrespondenz gehabt.

Keiner hat so viele SchĂĽler in so viele Teile der Welt ausgeschickt.

Keiner wurde mehr namhaft in aller Welt. Keiner war Mitglied von mehr wissenschaftlichen Gesellschaften…“

Wenn Sie wieder einmal Ihre Baum- und PflanzenbĂĽcher zur Hand nehmen, achten Sie doch mal darauf:

„Wie schön diese wissenschaftlichen Pflanzennamen klingen“



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Stiel-Eiche  -  Quercus-robur L.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Linne gab jeder einzelnen Art einen Doppelnamen (wie Vor- und Nachnamen bei uns Menschen).

Wobei der erste Name die Gattung und der zweite Name die Art angibt.



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Anno 1741 wurde Linné als Professor für Anatomie und Medizin nach Uppsala berufen. Bis zu seinem Lebensende war für ihn diese nördlichste Universitätsstadt Europas das Zentrum seines Wirkens.

Zehn Kilometer nördlich von Uppsala, auf dem Landsgut Hammerby, zog er sich zu seiner stillen Arbeit zurück.

1762 erhielt Carl Linnaeus den Adelstitel und hiess von da an Carl von Linné. Zwölf Jahre später trifft ihn ein Schlaganfall, durch den er die letzten vier Jahre seines Lebens gelähmt und zunehmend leiblich und geistig geschwächt durchleiden musste





















Der Tod am 10. Januar 1778 bedeutete für ihn die Erlösung aus völliger Hilflosigkeit.